Ammendorf um 1950 - 1974

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Zeittafel von Ammendorf

1950 bis 1974


 
1950

 


01.01.

 


Kurt Martin (SED) wird Bürgermeister in Ammendorf.

 

 


31.01.

 


Zwei Doppelhäuser der Lehmbausiedlung sind rohbaufertig. Der im 2-Jahrplan vorgesehene Bau weiterer 8 Doppelhäuser wird aufgegeben. Die Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung können durch die Stadtverwaltung nicht überwunden werden.

 

 


10.02.

 


Die Betriebssport Gemeinschaft „BSG Kohle Ammendorf“ mit den Sektionen Fußball, Handball und Kegeln wird gegründet. Später BSG Aktivist Ammendorf. Am 27.01.1951 erfolgt dann die Umbenennung in BSG Aktivist Halle. Trägerbetrieb ist der VEB Braunkohlenwerk Ammendorf.

 

 


21.04.

 


Außerordentliche Mitgliederversammlung der Siedlergemeinschaft.

Der Vorsitzende, Herr König, wird auf Beschluss der Versammlung abgesetzt. Herr Leißring wird als Vorsitzender bestätigt.

 

 


30.04.

 


Die „Erste Uhren PGH der DDR“ nimmt ihre Tätigkeit auf dem Gelände des ehemaligen Ammendorfer Gaswerkes auf (Kanenaer Str., heute Tiefe Str.). Die PGH bildete sich aus der Uhrenfabrik „Silesia“ (Sitz auf dem Gelände der Druckfarbenfabrik Hartmann).

 

 


05.05.

 


Siedlerversammlung in der Heimstättensiedlung.

121 Anwesende wählen den neuen Vorstand. Ihm gehören an die Herren Michel, Leißring, Thon, Ackermann und Kamm.

 

 


01.07.

 


Die Stadt Ammendorf wird von Halle eingemeindet.

21 000 Ammendorfer wurden Hallenser. Bürgermeister war bis dahin Kurt Martin.

Im Rathaus arbeitet jetzt der Rat des Stadtbezirkes 6. Mit der Eingemeindung von Ammendorf gibt es für die Bürger einige Veränderungen. So erhöht sich die Hundesteuer von 27.- M auf 108,- M. Die Schulgeldfreiheit wird abgeschafft. Die Schüler der Oberschule im Aufbau Ammendorf–Radewell müssen jetzt 20,- Mark pro Monat bezahlen.

Pfarrer sind in der evang. Gemeinde St. Katharina Pfarrer Werner und in der St. Elisabeth  Pfarrer Henselien.

 

 


01.08.

 


Die Lehmbausiedlung (heute Igelweg) schließt sich der Siedlergemeinschaft an. Erich Eckardt, Herbert Nerlich, Kurt Maas, und Alfred Graf werden Siedler.

 

 


01.09.

 


Wolfgang Terpe wird in Berlin DDR-Straßenmeister der Jugend.

 

 


09.09.

 


In Halle erkämpft Wolfgang Terpe mit seinem Partner Stolze den DDR-Jugendmeistertitel im Zweier Mannschaftsfahren. Im 4000m Einzelverfolgungsfahren wird er Vizemeister.

 

 


23.09.

 


Die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Motor Ammendorf wird gegründet. In den Sektionen  Fußball, Handball, Kegeln, Kanu, Schach, Turnen, Boxen und Tischtennis  treiben bald 500 Mitglieder Sport.

 

 


15.12.

 


Siedlerversammlung in der Heimstättensiedlung.

354 Siedler gehören nun der Gemeinschaft an. Einspruch gegen die Erhöhung der Hundesteuer und gegen das Vorhaben der Grube von-der-Heydt, den Kleinverkauf von Brennstoffen an die Bevölkerung zu stoppen.

Es wurde eine neue Straßenbahnlinie (24) Pferderennbahn-Rosengarten in Betrieb genommen.

Das erste 20-Familien Wohnhaus für die Waggonbauer wird in der Stalinallee bezogen. Das Braunkohlenwerk Ammendorf errichtet in der Regensburger-Str. für 211 000,- M die Zentralküche Osendorf.

Im Verlaufe des Jahres richtete die Volkspolizei eine Dienst- und Meldestelle im Ammendorfer Rathaus ein. Das Dienstgebäude in der Georgi-Dimitroff-Str. wurde aufgegeben es wurden dort Wohnungen eingerichtet.

Das Konsumkaufhaus, neben dem Rathaus, wurde eröffnet.

Die Werktätigen des VEB Waggonbau Ammendorf reparieren beschädigte Straßenbahnwagen für die hallesche Straßenbahn und die MÜBAG. Damit werden weitere Voraussetzungen zur Sicherung der Beförderungsaufgaben geschaffen.

Gerda Kupka aus Ammendorf erreicht bei den DDR-Schachmeisterschaften der Damen einen Fünften Platz.

 


1951

 


01.01.

 


Folgende Siedler gehören den Kaninchenzüchterverein „G 6 Ammendorf“ an:

Alschner, Erich

Leunaweg 53

Bach

Kanenaer Str. 35

Beiner, Fritz

Siebenhufenstr.

Benkenstein, Karl

Leunaweg 44

Eckard, Erich

Igelweg 1

Greiner, Willi

Heimstättenweg 10

Hädrich, Richard

Kanenaer Str. 34

Hoffmann, Axel

Kanenaer Str. 4

Jahn, Fritz            

Siedlerstr. 4

Kusian, Reinhold

Heimstättenweg 36

Meinekat, Hermann

Siebenhufenstr. 41a

Pommnitz, Horst

Heimstättenweg 79

Rüdiger, Lutz

Siedlerstr. 5

Schmidt, Paul

Kanenaer Str. 22

Wetterau, Fritz

Leunaweg 25

 

 

 


25.03.

 


Das Straßenradrennen Leipzig - Bad Düben – Leipzig gewinnt der Ammendorfer Wolfgang Terpe, der für die BSG Buna-Schkopau startet.

Die „Oberschule im Aufbau zu Ammendorf“ wird „Oberschule Ammendorf der Landeshauptstadt Halle.“

 

 

 


05.04.

 


Siedlerversammlung in der Heimstättensiedlung. 23 Eintrittswillige werden in die Gemeinschaft aufgenommen. Die Organisation zur Verteilung von 40 Ztr. Dünger, 300 Ztr. Kalk und 100 Ztr. Hühnerfutter wird beraten und entschieden.

Anträge an die Stadtverwaltung zur Gasversorgung, zum Anschluss an die Kanalisation und zur Verbesserung des Straßenzustandes werden formuliert und abgeschickt.

Beschlossen wird der Bier- und Zigarettenverkauf bei Fam. Michel.

 

 

 


07.06.

 


In der Oberschule legen die ersten Schüler das Abitur ab (5 Mädchen und 6 Jungen)

 

 

 


30.06.

 


Zusammenschluss der MÜBAG mit der Halleschen Straßenbahn nach Verordnung der Staatlichen Plankommission der DDR vom 22.02.1951. Dies erfolgte gegen die Vorbehalte der MÜBAG-Arbeiter. Sie besaßen funktionierende Partei- und Gewerkschaftsorganisationen und hatten Vorteile gegenüber den halleschen Straßenbahnarbeitern. So erhielten sie Jubiläumsgelder, Heirats- und Geburtenbeihilfen sowie Freifahrtscheine für ihre Angehörigen.

Die beiden Firmen von Rausch & Filbry und G.L. Eberhardt werden zum VEB Hallesche Bäckereimaschinenfabrik vereinigt. Die Produkte gehen unter dem traditionellen Firmen- und Warenzeichen „Habämfa“ in viele Länder der Welt.

 

 

 


22.07.

 


Das Ammendorfer Stadion wird eingeweiht. Motor Ammendorf hat sich die Oberligamannschaft von Stahl Thale eingeladen. Das Spiel endet 4:4. Die Tore der Ammendorfer schossen.

Koitzsch, Helmut (I) „Nigger“ (3)

Busch, Günther „Lebber“ (1)

 

 

 


03.08.

 


Die Stadt beginnt mit der Müllabfuhr für alle interessierten Bewohner der Heimstättensiedlung. Viele nutzen das Angebot nicht und entsorgen ihren Unrat illegal in der Kiesgrube „ Klemm“, die sich südöstlich der Siebenhufenstr. (heute Alfred-Reinhardt-Str.) befindet.

 

 

 


25./26.08.

 


Die Landesmeisterschaften im Radrennen von Sachsen-Anhalt finden auf der Albert-Richter-Kampfbahn in Halle statt. Im Jugendrennen siegt Wolfgang Terpe.

 

 

 


01.09.

 


In Berlin finden die DDR-Meisterschaften im Straßenradsport statt. Im Jugendrennen wird Wolfgang Terpe DDR-Meister.

 

 

 


03.09.

 


Der Ammendorfer Willy Gropp erreicht mit der Fußballmannschaft der BSG Stahl Thale gegen die BSG KWU Erfurt einen 4:0 Sieg im Endspiel des DDR Fußballpokals. Die Tore erzielten Weitkuhn, Wlassny, Oberländer und Gropp.

 

 

 


08./09.09.

 


Bei den Bahnradmeisterschaften der DDR wird Wolfgang Terpe  im Zweiermannschaftsfahren mit seinem Partner Stolze ( Chemnitz ) DDR-Meister.

 

 

 


23.09.

 


In seinem ersten Rennen als Junior belegt Wolfgang Terpe auf der Albert-Richter-Kampfbahn in Halle im Fliegerhauptfahren den 3.Platz.

 

 

 


13.10.

 


Die Chemische Fabrik lässt Chlorgas ab. Der Siedlervorstand legt bei Landwirtschaftsamt Beschwerde ein.

 

 


22.12.

 


Kinderweihnachtsfeier in der Heimstättensiedlung.

 

 


30.12.

 


Mitgliederversammlung der Siedlergemeinschaft. Wahl des neuen Vorstandes. Ihm gehören die Herren Michel, Brüggemann, Kamm, Baldy, Leupold, Thon, Selle, Laupitz und Bock an.

Im Verlaufe des Jahres 1951 wurde die Siebenhufenstr. in Alfred-Reinhardt-Str. umbenannt. Alfred Reinhardt wohnte bis zu seiner Verhaftung und Ermordung durch die Nazis in der Siebenhufenstr. 1 (heute Logis „Nussbaum“). Alfred Reinhardt war Mitglied der SPD und gewählter Gemeindevertreter.

Das Ammendorfer Orchester bereitet mit seinen Konzerten vielen Musikliebhabern erlebnisreiche Stunden im Festsaal des Jugendheimes. Als Dirigent und Sänger leitet Herr Aribert Scharf das Orchester. Frau Hanisch ist die gefeierte Sängerin. In diesem Jahre wird die Betriebspoliklinik des Waggonbaus in der Merseburger-Str. eröffnet.

Bei den DDR-Schachmeisterschaften der Damen erkämpft Gerda Kupka (Ammendorf) den vierten Platz.

Im Kanurennsport wird die Ammendorferin Siegrid Schnabel im KI der Frauen DDR-Meister. Im KII der Frauen Schnabel/Pretsch und Max Werner im KI der männlichen Jugend.

Bei den Gesamtdeutschen Einzelmeisterschaften im Schach, die in Bad-Klosterlausnitz stattfanden, belegte die Ammendorferin Gerda Kupka den 18.Platz.

 

 


1952

 

 

 


Auszüge aus dem Arbeitsplan 1952

Losung: „Durch Deine Mitarbeit, ein glückliches Leben, eine schöne Heimat.“

Liebe Einwohner!

Der demokratische Block, die Stadtverordnetenversammlung und der Rat der Landeshauptstadt Halle legen den Entwurf eines Kreisplanes vor, der uns den Weg zeigt, den Volkswirtschaftsplan 1952 in Halle zu verwirklichen und darüber hinaus unsere Stadt zu verschönern.

Für Halle S11 sind folgende Aufgaben zu erfüllen.

  • Feierabendheim Ammendorf- den Heimgarten in Ordnung bringen und unterhalten;
  • im Kleinkinder-Genesungsheim Radewell Rabatten anlegen und lfd. pflegen;
  • Fertigstellung des Volleyballplatzes der BSG Chemie Ammendorf und Schaffung einer Zuschauertribüne
  • Beseitigung des Bauschuttes in der Elsterstraße;
  • Bekämpfung der Mückenplage in der Elsteraue;
  • Neupflasterung der Fahrbahn und des Gehweges in der Schachtstraße;
  • Herstellung eines gepflasterten Gehweges in der Ernst-Thälmann-Straße;
  • Verstärkung der Dampfleitungen in der Friedenschule;
  • Wiederherstellung der Tennisplätze am Stadion in Ammendorf und
  • Einbau eines elektr. Aufzuges im Rathaus Ammendorf.

 

 

 


16.01.

 


Die Hausbuchführung wird eingeführt. Alle Besucher sind einzutragen, desgleichen alle personellen Veränderungen in der Familie. Als ABV (Abschnittsbevollmächtigter) der VP (Volkspolizei) wird Gen. Paul Lischke für die Heimstättensiedlung eingesetzt.

 

 

 


März

 


In Ammendorf vor dem Rathaus (durch die Edisonstraße) wird eine Wendeschleife der Straßenbahn in Betrieb genommen, die den Florian-Geyer-Platz durchquert.

 

 


01.04.

 


Die Straßenbahnlinie 14 wird eingestellt. Dafür fährt die Linie 15 Ammendorf-Trotha.

 

 


10.02.

 


Bildung der Wohnungskommission für die Heimstättensiedlung: Vorsitzender ist der Siedler Wenzel.

 

 


17.04.

 


Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga, stehen sich im Ammendorfer Stadion die Fußballmannschaften von Motor Ammendorf und Chemie Schkopau gegenüber. 13 000 Zuschauer sind gekommen und sehen den 3:0 Sieg der Ammendorfer. Die Torschützen waren Helmut Koitsch mit 2 Treffern und Otto Hoyer.

DDR-Meisterschaften im Kanu-Rennsport.

Der Ammendorfer Adolf Müller (Atze) wird DDR-Meister im K I über 10.000m. Siegrid Schnabel wird DDR-Meisterin im KI der Frauen und Max Werner im KI der männlichen Jugend.

 

 

 


11.05.

 


Letzte Lieferung im Rahmen der Reparationsleistungen an die UdSSR aus dem Waggonbau Ammendorf.

 

 

 


13.05.

 


Die Waggonfabrik Ammendorf wird aus dem Eigentum der UdSSR entlassen und wird ein Volkseigener Betrieb (VEB)

 

 

 


August

 


Die Rationierung von Nährmitteln und Kartoffeln wird aufgehoben.

 

 

 


07.10.

 


Anlässlich des Tages der Republik wird die HO-Verkaufsstelle 296 im Heimstättenweg eröffnet.

Mit 4 900 Werktätigen ist der Waggonbau Ammendorf der größte Betrieb des DDR-Schienenfahrzeugbaus und gleichzeitig der größte Betrieb in der Stadt Halle.

 

 

 

 

 


Die Ammendorfer Naturfreunde werden in der Sektion „Wandern und Bergsteigen“ Mitglieder der BSG Motor Ammendorf. Später entwickelt sich in dieser Sektion die Sportart Orientierungslauf. Sektionsleiter ist Max Giebler.

Im Jahre 1952 hatte die DFD-Gruppe der Heimstättensiedlung eine Mitgliederstärke von mehr als 100 Frauen erreicht.

Im Verlaufe des Jahres wird im VEB Waggonbau Ammendorf die GST-Grundeinheit gegründet (GST- Gesellschaft für Sport und Technik).

 

 


1953

 

 

 


Mit dem Aufbau der Besamungsstation in der Alfred-Reinhardt-Str. wird begonnen.

 

 

 


09.06.

 


Das SED-Politbüro fasste Beschlüsse, die einer Stabilisierung der Wirtschaft und der Verbesserung der Lebenslage der Bevölkerung dienen sollten „Politik des neuen Kurses“.

 

 

 


17.06.

 


Demonstrationszug der Waggonbauer über die damalige Stalinallee zur Innenstadt.

Eine am Abend auf dem Hallmarkt begonnene Kundgebung wurde von sowjetischen Militär mit gepanzerten Fahrzeugen aufgelöst.

 

 

 


18.06.-11.07.

 


Der Ausnahmezustand wurde verhängt.

 

 


04.07.

 

Am heutigen Sonnabend erfolgte der erste Spatenstich für die Neubauten in der Stalinallee zwischen Steinstraße und Brauhausstraße. Die Wohnungen werden von Arbeitern der Waggonfabrik bezogen werden.

 

 

 


17.-20.07.

 


DDR-Meisterschaften im Kanu-Rennsport in Dresden. Adolf Müller belegt im K I über 10 000m den 3.Platz und gewinnt im K II über 1 000m mit Horst Mühlberg (Bernburg) den Titel eines DDR-Meisters. 

Bei den DDR-Meisterschaften im Kegeln/Asphalt in der Disziplin Herren (Einzel) erringt Willi Heinroth (BSG Aktivist Halle-Süd) aus Osendorf die Bronzemedaille.

Die DFD-Gruppe der Heimstättensiedlung führte den Handarbeitsunterricht ein, geleitet von Frieda Riemer und Elly Schmidt. Eine Gruppe widmete sich der Jugendhilfe. Sie wurde von Marie LasseFrieda Jänicke und Elly Schmidt geleitet.

 

 

 


07.10.

 


Vor dem Ammendorfer Rathaus marschieren Kampfgruppen-Hundertschaften auf. Damit treten die Kämpfer des Waggonbaues, der Mafa und des Karosseriewerkes erstmalig in der Öffentlichkeit auf.

 

 

 


26.10.

 


Über 12 000 Warenarten wurden zu wesentlich herabgesetzten Preisen der Bevölkerung zum Kauf angeboten. Das Realeinkommen der Bevölkerung wächst dadurch in diesem Jahr um 540 Millionen M an. Mit anderen Worten; jeder einzelne kann dank dieser Preissenkung 10% mehr Waren als bisher mit der gleichen Geldsumme kaufen.

 

 


21.12.

 


Als letzte Reparationsleistung des Waggonbaues Ammendorf verlässt ein Kühlzug, der im Waggonbau Dessau hergestellt und in Ammendorf komplettiert wurde, das Werk in Richtung Sowjetunion.

 

 


1954

 

 

 


Die Besamungsstation in der Alfred-Reinhardt-Str., wird ihrer Nutzung übergeben.

Wochenlang anhaltender Regen brachte die Flüsse zum Überlaufen. Die Einwohner des Ortsteiles Burg mussten ihre Grundstücke verlassen. Das Vieh wurde in hochwassersicheren Ställen benachbarter LPGen untergebracht und versorgt.

 

 

 


05.01.

 


Fred Oelßner, Mitglied des Politbüros des ZK der SED besucht den VEB Waggonbau Ammendorf.

 

 

 


23.03.

 


8 Döllnitzer Kanusportler, unter der Führung von Karl Kunitzsch, ziehen mit einem Handwagen, einem alten Paddelboot und einigen Utensilien nach Osendorf zu dem Tagebaurestloch Hermine-Henriette I und üben von diesem Tage an dort ihren geliebten Sport aus.

Das war die Geburtsstunde der Sektion Kanurennsport in der BSG Aktivist Halle-Süd.

 

 

 


25.03.

 


Im Klubhaus der Waggonbauer läuten 7 Waggonbauer ein neues Zeitalter im Wohnungsbau ein. Sie bilden das Komitee zur Schaffung der Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG). Schnell fanden sich Mitglieder, die bereit waren, mit eigenen finanziellen Mitteln und Eigenleistungen den staatlichen Wohnungsbau zu unterstützen um die Wohnungsnot zu beheben. Ein Jahr nach der Gründung des Komitees konnten die ersten Wohnungen bezogen werden.

 

 

 


31.05.

 


Im VEB Braunkohlenwerk (Bkw) Ammendorf bildet sich eine Arbeiterwohnungsbaugesellschaft (AWG). Der erste Vorsitzende ist Herr Kurt Kempe.

 

 

 


Mai

 


Die Familie Ackermann zieht in die ehemalige Arbeitsdienstbaracke an der Alfred-Reinhardt-.Str. nachdem sie einen Teil als Wohnung ausgebaut hat und übernimmt die Versorgung der Siedler mit Getränken und Tabakwaren. Sie übernehmen die Aufgabe als Hausverwalter des Klubhauses für die Siedlung.

 

 

 


08.05.

 


Der Ammendorfer Männerchor gibt im Garten des Volkshauses ein Konzert.

Erstmals wird ein im VEB Waggonbau gefertigter Bus vom Typ „H6B“ zum Einsatz gebracht.

Die katholische Gemeinde beschließt den Neubau einer Kirche. Die Gemeinde wird vom Pfarrvikar/Pfarrer Franz Muschol betreut.

Das Braunkohlenwerk Ammendorf eröffnet das Betriebsambulatorium in der Regensburger Str. Die Kosten betragen 18 800,- M. Ein Jahr später wird die Zahnstation eingeweiht.

 

 

 


30.05.

 


Die Erzgebirgsgruppe des Kulturensemble des VEB Waggonbau Ammendorf gibt im Klubhaus der Waggonbauer unter dem Motto: „S is Feierabend“ einen Heimatabend. Neben der tollen Musik erfreuen sich die Besucher an den hundert gezeigten Farblichtbildern. Eintritt: 1.- M.

 

 

 


01.06.

 


Anlässlich des Internationalen Kindertages feiern die Kinder des VEB Waggonbau Ammendorf mit Gesang, Tanz, Spielen und vielen Überraschungen im Garten des Klubhauses. Im Garten des Klubhauses der Waggonbauer spielt das Ammendorfer Streichorchester vor den zahlreich erschienenen Besuchern.

 

 

 


09.06.

 


Das Städtische Orchester unter Leitung des Koll. Seher gibt ein Konzert mit Melodien des Halleschen Komponisten G.F. Händel. Eintritt: 1,- M

 

 


10.06.

 


Für alle Ammendorfer Kinder wird im Klubhaus der Waggonbauer ein Kindermärchen-Nachmittag durchgeführt. Der Eintritt war für alle Kinder frei.

 

 

 


24.06.

 


Im Klubhaus der Waggonbauer findet ein Kinder-Lesenachmittag in Form eines Leserwettstreites statt. Die Besten wurden mit wertvollen Buchpreisen geehrt.

In der ehemaligen Gaststätte „Zum Rosengarten“ werden durch die Stadtverwaltung Halle eine Kinderkrippe und ein -garten eingerichtet die bis 1990 betrieben werden.

 

 

 


09.-11.07.

 


DDR-Meisterschaften im Kanurennsport in Berlin-Grünau. Adolf Müller wird im K I über 1 000m DDR-Meister. Im K II wird „Atze“ mit Karl Kunitzsch aus Döllnitz über 1 000m DDR-Vize-Meister. In der 4 mal 500m Staffel K I werden die Ammendorfer Sportfreude

Werner

Winterstein

Müller und

Kunitzsch (Döllnitz)

DDR-Meister.

 

 

 


20.07.

 


Kanu-Slalom-Regatta in Wismar. Die Kanuten der BSG Motor Ammendorf triumphierten über DHfK Leipzig und Motor Wismar. Trotz der starken Konkurrenz gelang es, folgende Plätze für Ammendorf zu belegen.  Zwei Siege, und zwar durch die Männermannschaft mit Manfred Blechschmidt, Helmut und Dieter Engelbrecht vor der Renngemeinschaft der DHfk Leipzig / Post Schwerin und vor dem Gastgeber Motor Wismar sowie Lisa Herwig in der Leistungsklasse II der Frauen. Zweite Plätze errangen Rudi Prager  und Eberhard Heese im Einer- Kanadier der Männer bzw. der Jugend und Dieter Engelbrecht im Einer-Faltboot der Männerklasse II.

Weiter gab es zwei vierte Plätze im Faltboot der Männerklasse I und II, zwei fünfte Plätze im Faltboot der Jugend und Männerklasse II und schließlich noch einen siebenten Platz im Einer-Kanadier der Männer.

Der Ammendorfer Steinmetzmeister Karl Schubert versieht den Radeweller Bauernstein mit dem Goethe-Zitat:

„Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.“

 

 

 


17.10.

 


Der Ammendorfer Männerchor gibt im Saal des Volkshauses ein Konzert.

 

 


1955

 

 

 


In der Ehrentafel der Stadt Halle der besten Aufbauhelfer bei der Durchführung des Nationalen Aufbauwerkes 1954 wurden folgende Ammendorfer registriert.

Becher

Walter

Akazienweg 03

Brehm

Albert

Auestr. 16

Höhne

 

Hausmeister, Stalinallee 102

Ackermann

Rudolf

Alfred-Reinhardt-Str.

Lareviere

Artur

Trappenweg 10

Wenzel

Ernst

Leunaweg 18

Franke

Hermann

Silberhöhe

Schröter

Paul

Silberhöhe

Behrend

Harald

Silberhöhe

Rüdiger

Fred

Brückenstr. 61

Berger

 

Hausmeister, Friedenschule

 

 

 

 


01.04.

 


Die Sektion Kanu der BSG Aktivist Ammendorf nimmt auf dem Osendorfer See den Sportbetrieb auf. Trainer ist der Döllnitzer Karl Kunitzsch.

 

 

 


25.07.

 


Eine sowjetische Regierungsdelegation unter Leitung von N.A. Bulganin und N.S. Chrustschtschow, begleitet von Otto Grotewohl und Fritz Selbmann, fährt während ihres Besuches des Bezirkes Halle durch Ammendorf. Viele Ammendorfer säumen die Straßen und bereiten den Gästen einen freundlichen Empfang. Im Verlaufe des Jahres wird von Lehrlingen des VEB Bauunion Halle im Auftrag von Ammendorfer Betrieben wie der VEB Bkw Ammendorf und VEB Metallaufbereitung Halle „Am hohen Holz“ Wohnraum in mehreren zwei geschossigen Häusern geschaffen.

 

 


1956

 


18.01.

 


Die Nationale Volksarmee (NVA) wird per Gesetz gebildet.    

Im Frühjahr wird der Betrieb in Langes Kino den Central – Lichtspielen Ammendorf eingestellt.

 

 


25.05.

 


Von Arbeitern wird bei Ausschachtungsarbeiten zur Legung einer Wasserleitung für das Zahnambulatorium des Braunkohlenwerkes Ammendorf in der Regensburger Straße ein menschliches Skelett freigelegt.es handelt sich um ein Körpergrab der späten Völkerwanderungszeit. 

 

 

 


29./30.07.

 


DDR-Meisterschaften im Kanurennsport in Neuruppin. In der 4 mal 500m Staffel K I belegen die Ammendorfer

Helmut Hörentrup

Max Werner

Eberhard Heese

Adolf Müller

den undankbaren 4. Platz.

Harry Glass, Gewinner der Bronzemedaille im Spezialsprunglauf der Winterolympiade in Cortina d Ampezzo, besucht seine Schwester Frau Zäumer in Ammendorf. Im Verlaufe dieses Besuchs pfeift er auf dem Stadion der Waggonbauer ein Freundschaftsspiel der Alten Herren der BSG Motor Ammendorf. An den Seiten wird er assistiert von Otto Wilde und Kurt Thielemann.

Im Verlaufe des Jahres wird den Sportlern der BSG Motor Ammendorf die Kegelbahn übergeben.

Die Sportsfreundinnen Hemrich, Dittrich, Lenz und Schrei werden DDR-Meister im Touristischen Dreikampf.

Gerda Kupka wird in der Damenmannschaft von BSG Motor Albert Richter Halle DDR-Mannschaftsmeister im Schach. Bei den Einzelmeisterschaften erringt sie Platz 9.

 

 

 


16.12.

 


In Magdeburg findet das Endspiel um den FDGB-Pokal im Fußball zwischen dem SC Chemie Halle-Leuna und dem ZASK Vorwärts Berlin statt. Die Hallenser gewinnen mit 2:1. Damit wird der Ammendorfer Fred Jaukus, als Mitglied der Chemiemannschaft, DDR-Pokalsieger.

 

 


1957

 


18.01.

 


Die Arbeitszeit wird per Gesetz auf 45 Wochenstunden verkürzt.

 

 


01.06.

 


Die katholische Gemeinde wird zur Pfarrei erhoben. Pfarrvikar Muschol wurde erster  Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Marien Halle-Ammendorf. Dazu gehören der Teil Halles südlich der Kasseler Bahn, Döllnitz, Lochau und Burgliebenau. Das Haus „Am hohen Holz 20“ wird katholisches Pfarrhaus.

 

 

 


01.07.

 


Für die Werktätigen der Verkehrsbetriebe wird die 45 Stunden Arbeitswoche eingeführt.

Die Straßenbahnlinie 4, die bis zum heutigen Tage am Rosengarten in der Kasseler Str. endete, wird bis nach Ammendorf zur Wendeschleife Kurt-Wüsteneck-Str. geführt. Dadurch konnten ab 1958 Einrichtungsstraßenbahnwagen des Typs ET/EB 57 eingesetzt werden.

Die Kanutinnen Anneliese Hoffmann und Rosemarie Spreemann von der BSG Aktivist Halle-Süd siegen im Zweierkajak über 500 m bei der DDR – Schülermeisterschaft.

Die 1. Fußballmannschaft der BSG Motor Ammendorf ist berechtigt, am Kampf um den FDGB-Pokal der DDR teilzunehmen. Das erste Spiel gegen Chemie Glauchau wird mit 3:1

gewonnen.

In der zweiten Runde ist der Gegner die BSG Aktivist Senftenberg. In der Lausitz gewinnt Ammendorf mit 3:0.

Im Achtelfinale muss Ammendorf gegen die Oberligamannschaft SC Empor Rostock antreten und unterliegt dem späteren Finalteilnehmer ehrenvoll mit 0:1.

Das Endspiel und damit den Pokal erringt der SC Leipzig mit 2:1.

 

 


20.-23.09.

 


Bei den Zweiten Deutschen Meisterschaften im Touristischen Dreikampf, die bei Gräfenhainichen in der Dübener Heide, durchgeführt werden, siegt bei den Damen die Mannschaft der BSG Motor Ammendorf.

 

 

 


13.10.

 


In einer geheim vorbereiteten Aktion wird innerhalb von neun Stunden die gesamte Währung der DDR gewechselt.

 

 

 


15.10.

 


Werner Conrad 
erhält vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft der DDR die Approbation als Tierarzt.

 

 

 


09.12.

 


Zwischen Beesen, Ammendorf, Radewell, Osendorf und Döllnitz wird der Autobusverkehr (H- Linie), die bereits vor dem Kriege befahren wurde, wieder aufgenommen.

Bei den DDR-Meisterschaften im Wandern und Bergsteigen festigen die Frauen der BSG Motor Ammendorf ihre führende Position. Sie gewinnen erneut bei den Frauen (DittrichHemrich, Lenz und Schrei) und bei der männlichen Jugend (Höhne, Kraut, Kämpf und Sadowski) die Meistertitel im Touristischen Dreikampf.

Friedrich Theodor Franke wird Pfarrer in der evang. St. Katharina Gemeinde Ammendorf. Er übt dieses Amt bis 1981 aus. Danach übernimmt der Radeweller Pfarrer Werner Binnewies bis 1989 die Vertretung, die dann vom Wörmlitzer Pfarrer Christoph Lemme weitergeführt wird.

 

 


1958

 


26.03.

 


Tierarzt Werner Conrad erhält den Grad eines Doktors der Veterinärmedizin nachdem er in ordnungsgemäßem Promotionsverfahren durch die Dissertation „Ein Beitrag zur Hämatologie der Großkatzen, durchgeführt an Pumas (Felis Puma Jordine 1834)“ sowie durch die mündliche Prüfung seine wissenschaftliche Befähigung erwiesen hat.

 

 

 


01.06.

 


Abschaffung
 der Reste der Lebensmittelrationierung. Es gibt nur noch die Kohlenkarte.

  • 250 g Butter kosten 2,50 Mark
  • 1 Bockwurst kostet 0,80 Mark
  • 1 Brötchen kostet 0,05 Mark

Diese Preise blieben bis zum Ende der DDR unverändert auf diesem niedrigen Niveau.

Die Ammendorfer Rassegeflügelzüchter übernahmen die Ausgestaltung und Durchführung der „Bezirksschau Halle“. Zu den Ausstellungsstätten zählten das Kulturhaus der Elektro-Chemischen Werke. Hier wurden Hühner und Zwerghühner ausgestellt. Im Kulturhaus

Alfred-Reinhardt-Straße wurden die Tauben ausgestellt. Insgesamt wurden 1 500 Tiere ausgestellt. Ausstellungsleiter für den Bereich Hühner war Zfd Hermann Moser. Ausstellungsleiter für den Bereich Tauben war Zfd. Heinz Schmidt.

 

 


05.-07.09.

 


Die Frauenmannschaft für Wandern und Bergsteigen der BSG Motor Ammendorf mit Hemrich, Dittrich, Wohlgemut und Schrei wird erneut DDR-Meister im Touristischen Dreikampf. Jugendmeister werden Höhne, Kümmel, Schirmer und Moser.

 

 

 


22.10.

 


Der Minister Erich Mielke stellt sich bei den Kumpeln des VEB BKW Ammendorf als Kandidat für die neu zu wählende Volkskammer vor. Nach dem Besuch der Kumpel im Tagebau Lochau und der Brikettfabrik Bruckdorf nimmt er am Nachmittag an einer Großkundgebung in der Hauptwerkstatt Osendorf teil.

Gerda Kupka erreicht bei den DDR-Einzelmeisterschaften, die in Schkopau durchgeführt wurden, den 13.Platz.

Im Verlaufe des Jahres wurde im VEB BKW Ammendorf eine Kindertanzgruppe gebildet, die von der Solotänzerin des Landestheaters Halle Greti Emmer geleitet wurde. Die wöchentlichen Übungsstunden wurden im Haus der Arbeit (eine Baracke in der Straße der Bergarbeiter) durchgeführt.

 

 


1959

 

 

 


Wochenlang anhaltente Niederschläge brachten im Frühjahr die Flüsse zum Überlaufen. Alle Einwohner des Ortsteils Burg mussten für mehrere Tage ihre Grundstücke verlassen. Das Vieh wurde auf hochwassersichere LPG und VEG verteilt und dort für diese Zeit untergebracht und versorgt.

 

 

 


02.-05.10.

 


Bei den Vierten Deutschen Meisterschaften im Touristischen Mehrkampf, die in Crispendorf durchgeführt werden, siegen Hemrich/Wohlgemut von der BSG Motor Ammendorf.

 

 

 

 

 

Harald Thielemann gründet eine Tanzkapelle. Ihr gehören u.a. Karl-Heinz Jahn, Edgar Hülsenbeck und Herr Storm an.

 

 

 


04.07.

 


Auf dem Stadion der Waggonbauer findet der „Treff Olympia“ als Höhepunkt der „Woche der Jugend und des Sports“ statt. Viele Schüler und Jugendliche aus Ammendorf und Umgebung nahmen daran teil und ließen sich von den erfolgreichen Sportlern der BSG Motor Ammendorf ihre Erfahrungen übermitteln.

Zum Tag des deutschen Bergmanns der DDR wird der Baggerfahrer des VEB Bkw Ammendorf (Tagebau Lochau), Karl Engelmann, mit der Medaille „Verdienter Bergmann der DDR“ ausgezeichnet.

 

 

 


08.10.

 


Die Straßenbahnlinie 24 wird stillgelegt. Die Kuppelendstelle Rosengarten wird zurückgebaut.

Erika Hemrich und Renate Schrei von der BSG Motor Ammendorf werden DDR-Meister im Orientierungslauf.

 

 

 


29.12.

 


In der Mittelstraße 3 brannte die Werkstatt des Tischlermeisters Budig ab. Es entstand ein Schaden von etwa 10 000,- M. Das energische Eingreifen der Feuerwehr konnte nur das Übergreifen des Brandes auf die Nachbargebäude verhindern. Die Brandursache ist noch unklar.

 

 


 

 


1960

 


28.-29.01.

 

Kaninchen-Kreisschau im Kulturhaus Alfred-Reinhardt-Straße. Veranstaltet vom Kaninchenzüchterverein Ammendorf. Ausstellungsleiter Herr Dr. Conrad.348 Kaninchen wurden ausgestellt.

Die 1.Fußballmannschaft der BSG Motor Ammendorf schafft den Aufstieg in die II. Fußballliga der DDR. Zur Mannschaft gehören: Jaukus, Nagel, Gadde P., Ronniger, Leuchte, Heintze, Theuring, Hofmann, Granzow, Okupniak, Benda, Behrend, Nittel, Sieber, Ruffert, Schöppe, Trainer: Kanthak.

Die Zeitung „Freiheit" schreibt:

„Die Mannschaft aus der Produktion. Im dritten Anlauf schafft Motor Ammendorf den Aufstieg.“

Die 1. Männermannschaft der BSG Motor Ammendorf erringt im Feldhandball den Titel des Meisters der Kreisklasse Halle. Zur Mannschaft gehören E. Tesche, B. Wöhlmann, G. Popp, P. Reinhardt, H. Rackwitz, E. Heinzmann, H. Wildner, W. Rothe, G. Heinitz, A. Klepzig, H. Gebert, H. Tellscher, K.H. Kurras, G. Gerber, K. Heimbach, H. Gerber.

 

 

 


17.-19.09.

 


Bei der Fünften Deutschen Meisterschaft im Orientierungswettkampf, die in Stolberg (Harz) ausgetragen wird, siegen bei den Damen Renate Schrei und Erika Hemrich von BSG Motor Ammendorf.

Im Rathaus Ammendorf wird die Landwirtschafts- und Forstschule mit Internat eingerichtet.

Emil Grosse wird Pfarrer in der St. Wenzel Gemeinde Radewell.

 

 


1961

 


01.01.

 


Im „Kaninchenzuchtverein Ammendorf G6“ wird unter der Leitung von Dr. W. Conrad und K. Ballhaus eine Jugendgruppe gebildet der 6 Jugendliche angehören.

 

 

 


24./25.02.

 


Kreisschau des Ammendorfer Kaninchenzüchtervereins im Kulturhaus Alfred Reinhardt. Ausstellungsleiter Herr Dr. Conrad. 315 Kaninchen wurden ausgestellt.

 

 

 


30.03.

 


Das Ministerium für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft der DDR, als zentrale Naturschutzverwaltung, erklärt den Auenwald Burgholz als Naturschutzgebiet. Es umfasst 26,8 ha und liegt an der Grenze zum Landkreis Merseburg.

 

 

 


25.06.

 


Anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt Halle findet im Volkshaus Ammendorf ein Estradenkonzert, im Garten des Lokales, statt ausgeführt vom Staatlichen Unterhaltungsorchester Weißenfels, Leitung: Musikdirektor Karl-Gerhard Seher.

 

 

 


30.07.

 


Die Fleischversorgung der Bevölkerung ist nicht mehr im vollen Umfang gesichert. Um diese Probleme zu überwinden, ist die Anmeldung bei einem Fleischer erforderlich.

 

 

 


13.08.

 


Beginn der „Sicherungsmaßnahmen an den Grenzen zu Westberlin“, die später zum Bau der Mauer führten, die zum Symbol der Spaltung Deutschlands und Europas infolge der Systemkonfrontation wurde.

Die Sportler der BSG Motor Ammendorf nehmen ihr Sportlerheim auf dem Stadion in Besitz.

 

 

 


19.08.

 


Die männlichen Ammendorfer Basketball-Schüler stehen in Erfurt im Endspiel der 4. Pionierspartakiade.

Alle Gruppenspiele zur Meisterschaft fanden in der Halle statt, das Endspiel dann im Erfurter Georgi-Dimitroff-Stadion bei Regen und sehr stürmischen Wetter auf einem Ziegelmehl-Platz im Freien. Deshalb wurde die normale Spielzeit verkürzt. Nach packendem Kampf gewannen die Ammendorfer Schüler gegen den ASV Halle mit 17:13 den Wanderpokal und damit die DDR-Meisterschaft 1961. Stolz empfingen sie ihre Goldmedaillen.

Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten: Klaus Domser, Wolfgang Grollich, Hans-Jürgen Kaczmarek, Egbert Kasten, Peter Lowitzsch, Wolfram Mann, Gernot Möller, Lothar Nieber, Rüdiger Reiche und Gerhard Wienicke.

Trainer der Mannschaft war der verdienstvolle Sportlehrer der Friedenschule, Klaus Korte, der an einer Teilnahme in Erfurt verhindert war. In Erfurt wurde die Mannschaft vom Übungsleiter Bernhard Mielck betreut. Zum ersten Mal in der jungen Geschichte der Ammendorfer Basketballer konnte die Schülermannschaft alle Clubmannschaften der DDR hinter sich lassen, ein überragender Erfolg in der Ammendorfer Vereinsgeschichte.

 

 


16.12.

 


Die Sportlerinnen Erika Hemrich und Renate Schrei vom BSG Motor Ammendorf werden für ihre Leistungen im Orientierungslauf mit dem Titel „Meister des Sports“ ausgezeichnet.

Im Verlaufe des Jahres schließen sich der Schkopauer und der Ammendorfer Männerchor unter der Leitung von Chormeister Rudolf Siebenbrodt zu einer Chorgemeinschaft zusammen. Die erfolgreich bis in das Jahr 1966 musiziert.

Das Schießhaus Planena, das heißt die gesamte Hofanlage, bestehend aus zwei Wohnhäusern, mehreren Stall- und Speichergebäuden und dem Schießstand sowie Gaststube, Tanzsaal, Garten und Festwiese wurden abgerissen um eine mögliche Beeinträchtigung  der Trinkwassergewinnung  (Infiltrationsbecken) zu verhindern. Das Schießhaus war zu Beginn des  19. Jahrhunderts errichtet wurden. Es war ein beliebtes Ausflugslokal der Ammendorfer Bürger. Bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges war es auch ein beliebter Treffpunkt der Ammendorfer Schützen, die hier auch ihre Schützenfeste abhielten.

Zuletzt wohnten in der Hofanlage noch 6 Familien.

 

 


1962

 


24.01.

 


Die Allgemeine Wehrpflicht wird in der DDR eingeführt.

 

 

 


23./24.03.

 


Kreisschau der Ammendorfer Kaninchenzüchter im Kulturhaus „Alfred Reinhardt“. Ausstellungsleiter ist Herr Dr. Conrad. 226 Kaninchen wurden ausgestellt. Im Verlaufe der Ausstellung wird Albert Künzel vom Kreisverband mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

 

 

 


20.05.

 

Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Ammendorfer Kaninchenzüchtervereins „G6-Ammendorf“.

 

 

 


10.05.

 

In Karl-Marx-Stadt findet das Pokalendspiel im Fußball zwischen dem SC Chemie Halle und dem SC Dynamo Berlin statt. Halle gewinnt mit 3:1. In der Chemie Mannschaft spielen die beiden Ammendorfer Werner Okupniak und Günter Busch (der Lebber) und werden somit DDR-Pokalsieger.

Die Schriftstellerin Christa Wolf (1929-2011) wohnte in den Jahren 1959 bis 1962 mit ihrer Familie in Ammendorf. Sie war als freie Lektorin beim Mitteldeutschen Verlag beschäftigt. Im VEB Waggonbau Ammendorf absolvierte sie eine Art Praktikum, das ihr Anregungen zu dem Buch „Der geteilte Himmel“ bescherte. Das Buch erschien im Mitteldeutschen Verlag in Halle und wurde 1964 mit Renate Blume und Eberhard Esche in den Hauptrollen in Halle von der DEFA verfilmt.

Anlässlich des Tages des deutschen Bergmanns der DDR wird der Baggerfahrer (Tagebau Lochau) des VEB Bkw Ammendorf, Eduard Brabetz, mit der Medaille „Verdienter Bergmann der DDR“ ausgezeichnet.

 

 


1963

 


23./24.03.

 


Der Kaninchenzuchtverein Ammendorf G6 führt im Kulturhaus Alfred Reinhardt zum dritten Mal die Kreisschau durch. 28 Aussteller präsentieren 226 Kaninchen.  

 

 

 


29.06.

 


Gewitter sorgten für wolkenbruchartige Niederschläge über Halle S11 (Ammendorf). Durch heftige Sturmböen werden Bäume entwurzelt, Äste abgebrochen und Dächer abgedeckt. Die Eisenbahn-strecke Halle Süd-Schkopau wurde durch umgestürzte Bäume zeitweise blockiert.

Die Kanu-Sportler der BSG Aktivist Halle-Süd, Klaus Görze, Rainer Müller, Ullrich Mauerhoff und Lothar Sekulla erringen im Viererkajak über 5.000m die DDR- Meisterschaft. Über die Distanz von 500m werden sie Dritter.

 

 

 


03.08.

 


Die männlichen Ammendorfer Basketball-Schüler stehen nach 1961 erneut im Endspiel der Pionierspartakiade (5.), diesmal in Leipzig gegen den SC DHfK Leipzig. Nach klaren Siegen in der Vorrunde, u. a. gegen den SC Chemie halle und den TSC Berlin gewannen die Ammendorfer auch das Endspiel mit 36:26. Erneut konnten im erfolgreichen Wettkampfjahr alle DDR-Clubmannschaften von einer kleinen aber leistungsstarken BSG-Mannschaft besiegt werden.

In der erfolgreichen Mannschaft von 1963 spielten: Ralf Schönau, Rüdiger Reiche, Jürgen und Rainer Kaminski, Jürgen Finke, Dieter Schinköthe, Lothar Nieber, Wolfgang Grollich, Hartmut Pilz, Gernot Reinhold und Hans Jörg Wolf. Trainer der Mannschaft war Bernhard Mielck.

 

 


04.12.

 


Auf Beschluss des Rates der Stadt Halle (Saale) erfolgt eine Um- und Neubenennung von Straßen und Plätzen. In Halle S 11 (Ammendorf) werden 35 diesbezügliche Änderungen vorgenommen.

 

 

 


08.12.

 


Tischbewertung der Kaninchen. T.B.-Leiter: Herr Dr. Conrad.156 Kaninchen wurden zur Bewertung vorgestellt.

Im Jahre 1963 wurde Marie Richter Vorsitzende der DFD-Gruppe Heimstättensiedlung. U.a. wurden folgende Aufgaben gelöst:

  • Sammeln von Obst für das Ammendorfer Altersheim,
  • Sammeln von Kleidern und Sachen für das Ammendorfer Krankenhaus (Hopfenberg)
  • Organisation der Namensgebung und der Jugendweihe in der Siedlung,
  • Unterstützung des Aufbaus der Schiedskommissionen durch aktive Mitarbeit von Frau Föhre und Frau Sommer,
  • Unterstützung  bei der Durchführung der Ferienspiele, des Sport-und Kinderfestes durch die Frauen Graf, Richter, Korn, Lasse, Lange und Schmidt

Der Betriebsschlosserlehrling des VEB Bkw Ammendorf, Norbert Thiele, ermordet seine Großmutter in ihrer Wohnung in der Regensburger Straße in Osendorf. Nach der Aufklärung dieser Tat wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Tatmotiv war Geldmangel.

 

 


1964

 


01.01.

 


Aus dem ehemaligen VEB Elektrochemisches Werk Ammendorf wurde ein zum Stammbetrieb Schkopau (Buna-Werk) gehöriger Betriebsteil.

 

 

 


11./12.01.

 


3. Elstermündeschau der Kaninchenzüchter Ammendorf. Im Kulturhaus „Alfred Reinhardt“ werden 235 Kaninchen ausgestellt. Ausstellungsleiter Herr Dr. Conrad. Es beteiligen sich 51 Züchter aus 11 Sparten.

 

 

 


11.04.

 


Das „ND“ schreibt: „Der 64-Tonnen Muldenrostkessel für Großversuche zur Verbrennung von Salzkohle wurde am Freitagabend vom Kandidaten des Politbüros und 1.Sekretär der Bezirksleitung Halle, Horst Sindermann, im Betriebsteil Bruckdorf des Bkw Ammendorf gezündet.“

 

 

 


01.09.

 


Zusammenlegung der Friedenschule I und II.

 

 

 


06.09.

 


Internationaler Orientierungslauf um den Messe-Cup der Stadt Leipzig. Im Einzellauf erringt Renate Schrei (BSG Motor Ammendorf) in 1:00:54 den 3. Platz.

 

 

 


16.11.

 


Anlässlich seines 80. Geburtstags veröffentlicht Rudolf Siebenbrodt folgendes:

Alle meine Erwartungen übertreffend, durfte ich am 15.November meinen 80. Geburtstag besonders festlich begehen. Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke, herrliche Blumen, ergreifend schöne Gesänge meiner geliebten 3 Chöre – in der Kirche und in der Feierstunde – würdige Ehrung durch den Rat der Stadt Halle ( Saale ), Kreiskabinett für Kulturarbeit und Kreisarbeitsgemeinschaft Chor – die Herren Rudolf May und Herbert Schulze -, den Rat der Gemeinde Schkopau – Herr Bürgermeister Gräfe – schufen ein Erlebnis von seltener Tiefe. Mir ist es angenehme Pflicht, für so viel Schönes und Erfreuliches herzlich zu danken.

Rudolf Siebenbrodt

Halle ( Saale ), 11. November 1964

 

 

 


18.11.

 


Aus ungeklärter Ursache kam es im Kindergarten Rosengarten zu einem Brand, bei dem ein Schaden von mehr als 1 000,-Mark entstand.

 

 

 


06.12.

 


Tischbewertung der Kaninchen im Kulturhaus „Alfred Reinhardt“. 118 Kaninchen werden zur Bewertung vorgestellt. T.B.-Leiter: Herr Dr. Werner Conrad.

Im Billardsport wird der Sportsfreund Bittag (BSG Motor Ammendorf) in der Freien Partie DDR-Jugendmeister.

 

 


1965

 


01.01.

 


Der Schuhmachermeister Walter Krause eröffnet in der Edisonstraße 04 sein Geschäft.

 

 


16./17.01.

 


4. Elstermündeschau der Ammendorfer Kaninchenzüchter224 Kaninchen werden im Kulturhaus „Alfred-Reinhardt“ .ausgestellt. Ausstellungsleiter Herr Dr. Werner Conrad.

 

 


04.02.

 


Das Bad im Keller. Mit einem Kopfsprung in das 26°C „kühle“ Nass weihte am Sonnabend der Direktor der Friedenschule, Ahrens, das erste Lehrschwimmbecken.

unserer Stadt ein, das von fleißigen Bürgern des Wohngebietes und Schülern im NAW errichtet wurde. Zuvor hatte Direktor Ahrens das Bad im Beisein des 1.Sekretärs der Stadtleitung Halle der SED, Walter Mothes, vieler Gäste sowie Vertretern der Presse und des Rundfunks übergeben. Stadtschulrätin Ahrens bezeichnete diese Aktion als Beitrag der Schule für das Jahr des Kinder- und Jugendsports. Die Friedenschule erhielt den ehrenvollen Auftrag, ab dem 1. September dieses Jahres als Konsultationsstützpunkt für den Turnunterricht zu fungieren.

Der herzliche Dank der Schulleitung galt auch den aktiven Erbauern des Bades, so dem Vorsitzenden des Elternbeirates Archibald Leopold, dem Hausmeister Otto Berger und dem leider inzwischen verstorbenen Parteiveteranen Franz Mohr. Auch die Schüler, wie z.B. Gisela Herre und Peter Andermann legten beim Bau mit Hand an. Das Becken des Bades ist 8m lang, 6m breit und 1 bis 1,5m tief. Es fasst 80 cbm Wasser. Es ist gedacht für den Schwimmunterricht der 4. Klassen der Friedenschule, der Oberschule Radewell und der Dr.-Theodor- Neubauer- Schule. Die erbrachten Leistungen hatten einen Wertumfang von ca. 20.000,- M.

 

 


03.04.

 


Die Kanuten der BSG Aktivist Halle verabschieden ihre erfolgreichen Sportfreunde Hartmut Herrmann und Klaus Heinroth, auf Grund deren hervorragender sportlicher Leistungen, in die deutsche Nationalmannschaft und delegieren sie zum Sportclub der DHfK Leipzig.

 

 


08.05.

 


Die männliche B-Jugend der BSG Motor Ammendorf gewinnt die Deutsche Meisterschaft im Basketball gegen den SC Dynamo Berlin mit 81:71.

Bei diesem Endturnier wurden alle Clubmannschaften der DDR geschlagen!

Zur erfolgreichen Mannschaft gehörten: Rainer Kaminski, Wolf-Ingo Knöfel, Lothar Nieber, Wolfgang Pastuschek, Hartmut Pilz, Rüdiger Reiche, Ralf Schönau und Jürgen Waja. Trainer der Mannschaft war Bernhard Mielck, Mannschaftsleiter Klaus Korte.

Damit haben Ammendorfs Nachwuchsbasketballer nach 1961 und 1963 bereits zum 3. Mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

Außerdem belegte die männliche A-Jugend der BSG Motor Ammendorf beim FDJ-Pokal der DDR 1964 und 1965 jeweils den dritten Platz.

 

 


23.05.

 


VI. Buchenwald-Gedächtnis-Orientierungslauf: In der Klasse Senioren Elite-Damen erkämpft Renate Schrei (BSG Motor Ammendorf) den ersten Platz.

 

 


07.06.

 


Alle packen zu, als es darum geht, die unwegsame Brückenstr. mit einem Plattenweg zu versehen. Die Familien Stratemann, Buro und Mädicke waren die Initiatoren. Mehr als 10.000 Gehwegplatten werden verlegt. Die Siedler der Hermann-Kussek-Str. nehmen diese Initiative auf und ziehen nach.

 

 


05.08.

 


Bei den DDR-Meisterschaften im Billard wird der Sportsfreund Hoche der BSG Motor Ammendorf Meister im Cadre 47/2 und in der „Freien Partie.“ Die männliche Jugend B der BSG Motor Ammendorf wird DDR-Meister im Basketball, und im Orientierungslauf der weiblichen Jugend B erkämpft, die Sportsfreundin Kampa ebenfalls den Titel einer DDR-Meisterin.

Nachdem das Kanu-Vereinsheim baupolizeilich gesperrt werden musste, löst sich die erfolgreiche Kanusektion der BSG Motor Ammendorf auf. 

 

 

 


August

 


Im August 1965 startete die männliche Basketball-Jugend der BSG Motor Ammendorf ihre erste Auslandsreise zu internationalen Spielen.

Rainer Kaminski, Günter Schalk, Peter Lowitzsch, Ralf Schönau, Rüdiger Reiche, Werner Riemer, Hartmut Pilz, Wolfgang Pastuschek, Hans-Jürgen Waja, Wolfram Mann, Lothar Nieber, Gerhard Häußler, Trainer Bernhard Mielck und Mannschaftsleiter Klaus Korte fuhren zu mehreren Vergleichskämpfen nach Karlovy Vary, Prag und Slany. Sportlicher Höhepunkt dieser Wettkampfreise war das Vorspiel der Ammendorfer Jugend gegen Lok Karlovy Vary. Dieses Spiel fand am Freitag, den 13. August 1965, vor dem Basketball-Länderspiel USA - CSSR statt. Gegen Ende des Vorspiels füllten ca. 3000 Zuschauer die Sporthalle. Für alle ein unvergessliches Erlebnis. Keiner der Aktiven hat jemals wieder vor so einer beeindruckenden Zuschauerkulisse gespielt! Die Ammendorfer gewannen das Spiel mit 49:42 .

Bedrückendes Erlebnis und stete Mahnung wurde auch der Besuch der Gedenkstätte Lidice.

 

 
 


04.09.

 


In der großen Halle der Vulkanisierwerkstatt Osendorf des VEB Bkw Ammendorf findet eine Kundgebung statt. Zu den Bergarbeitern sprach der Kandidat zur Volkskammer Horst Sindermann.

 

 

 


20.10.

 


Volkskammerwahl

 

Dr. med. Franz Wolff wird in der Huttenstraße in seinem IFA F9 tot aufgefunden (Herzschlag). Er verstarb auf dem Weg zu einem Patienten.

Im Verlaufe des Jahres wird der VEB Quarzschmelze Halle-Ammendorf  ein Betriebsteil des    VEB Werk für Technisches Glas Ilmenau.

 

 


1966

 


09.04.

 


Alle Werktätigen der DDR konnten erstmals einen arbeitsfreien Sonnabend zur Freizeitgestaltung nutzen.

 

 


18.04.

 


Die Zeitung „Freiheit“ schreibt:

„Schwache Generalprobe- Ammendorf- Turbine Halle 3:1.“

Danach gewann Motor Ammendorf den Titel Meister des Bezirkes Halle 1965/66 nach den Endspielen gegen Chemie Wolfen 1:0 und 0:0. Der Torschütze für Ammendorf: Klaus Neubert „der Lehm“. Zur Mannschaft gehören: Schöppe, Benda, Gadde P., Nagel, Gadde E., Granzow, Jugl, Ruffert, Rose, Reschke, Behrend, Schuster, Neubert, Topf, Strahl, Trainer: Stricksner

 

 

 


16.06.

 


Mit Inbetriebnahme der Straßenbahn-eigenen Saale- und Saaleflutbrücke wird der durchgehende zweigleisige Ausbau der Strecke Ammendorf- Schkopau abgeschlossen.

 

 

 


05.-07.08.

 


Mit Inbetriebnahme der Straßenbahn eigenen Saale- und Saaleflutbrücke wird der durchgehende zweigleisige Ausbau der Strecke Ammendorf-Schkopau abgeschlossen. In der Mannschaftswertung erreicht die BSG Aktivist Halle den 2.Platz hinter dem SC TSC Berlin. Vier Siege, vier zweite Plätze und einen dritten Platz verbuchen die Aktivist – Kanuten aus Osendorf auf ihrem Konto.

 

 

 


Sept.

 


Die Familie Ackermann zieht aus dem Kulturhaus Alfred- Reinhardt-Str. aus. Ab Oktober übernimmt die Familie Nobel die Bewirtschaftung des Hauses.

Die Sportsfreundin Kampa wird im Orientierungslauf DDR-Jugendmeister.

Im gleichen Jahr gewinnt Sportsfreund Schmalfeld den DDR-Meistertitel im Ski-Orientierungslauf. Beide Sportler gehören der BSG Motor Ammendorf an.

 

 

 


12.10.

 


Der erfolgreiche Chormeister Rudolf Siebenbrodt verabschiedet sich nach 50 Jahren von seinen Sängern. Nachfolger wird der Musikerzieher Wilhelm Teichmann.

 

 

 


26.11.

 


Wegen eines Bettenbrandes wurde die Feuerwehr nach der Edisonstraße gerufen. Der Brand wurde durch ein nicht ausgeschaltetes Heizkissen verursacht.

Im Verlaufe des Jahres wirkte das Kinderballett des VEB BKW Ammendorf unter der Leitung von Greti Emmer bei 15 öffentlichen Veranstaltungen mit. Der Schwerpunkt der Arbeit im kommenden Jahr ist die Vorbereitung und die Mitwirkung bei den Arbeiterfestspielen in Halle.

 

 


1967

 


14./15.01.

 


Die 5. Elstermündeschau der Kaninchenzüchter, die im Kulturhaus „Alfred Reinhardt“ stattfinden sollte, musste wegen Myxomatose abgesagt werden.

 

 

 


05.02.

 


Das Präsidium des Deutschen Kanu-Sportverbandes verleiht der Polytechnischen Oberschule Radewell als erster Schule im Bezirk Halle, die Ehrenurkunde des Deutschen Kanusportverbandes für hervorragende Verdienste bei der Entwicklung des Kanurennsportes in der DDR. Der Direktor der Schule Sieghart Weinert nahm die Urkunde entgegen.

 

 

 


28.08.

 


In der DDR wird die 5-Tage-Arbeitswoche eingeführt.

 

 

 

 

 

 

Im Verlaufe des Jahres wird die katholische Kirche in der Alfred-Reinhardt-Str. erweitert und neu verputzt. Nachdem bereits einige Jahre zuvor die Brikettfabrik Osendorf abgerissen wurde, wird im Verlaufe des Jahres die Brikettfabrik Ammendorf geschliffen. Das Bkw Ammendorf verfügt nunmehr nur noch über die Brikettfabrik Bruckdorf.

Die Betriebsberufsschule des VEB Braunkohlenwerk Ammendorf wird dem VEB Bezirksbaumechanik Halle angegliedert.

Durch das starke Absinken des Grundwasserspiegels wird ein kurzzeitiger Ausfall des Wasserwerkes Beesen verursacht. Daraufhin wurden in der Aue die Infiltrationsanlagen und die Vorreinigung gebaut. Zur Sicherung der Brauchwasserversorgung der Ammendorfer Großbetriebe wurden kurzfristig Rohrleitungen verlegt und Pumpen aufgestellt und diesen

Betrieben wurde Elsterwasser zugeführt.

Aus gesundheitlichen Gründen gibt Frau Frieda Böhme den Betrieb der Gaststätte „Zur Warte“ auf. Im April übernimmt der Eigentümer Albert Kohlheim jun. (Berte)  die Gaststätte die er bis 1997 führt (Eintritt in das Rentenalter).

 

 


1968

 


01.01.

 


Im Chemischen Werk beginnt mit dem Betrieb „PVC-Pasten“ die Umprofilierung in Ammendorf auf Plasteverarbeitung. (Fußbodenbeläge „Amolit“ aus PVC).

In der BSG Motor Ammendorf wird die Abteilung Gymnastik gegründet. Den Auftrag zur Bildung einer Frauensportgruppe erhielt Renate Schrei von der Leitung der BSG. Bereits im Januar begann sie mit 5 Frauen den Übungsbetrieb in der Turnhalle der Friedenschule.

DDR-Meister im Billardsport werden Sportsfreund Hoche Cadre 47/2 und die 1. Mannschaft der BSG Motor Ammendorf.

Die Handweberei HAWEBA zieht in ihre neuen Gewerberäume in der Puschkinstraße in Halle ein.

 

 

 


18.03.

 


Einsatz der Feuerwehr  im Werk II des VEB Rohpappenfabrik Zwintschöna in Halle-Ammendorf. Es waren größere Mengen im Freien lagernde Altpapierballen in Brand geraden. Zur Brandbekämpfung waren 3 C-Rohre im Einsatz.

 

 

 


02.10.

 


Hans Trübiger, der Vorsitzende der BGL des VE BKK Geiseltal Betriebsteil Ammendorf, zeichnete die Leiterin Greti Emmer für die hervorragenden Leistungen des Kinderballettes aus. Zurzeit bereitet sich das Ensemble auf die Auftritte im Märchenspiel im Steintor-Varietè Halle vor.

 

 

 


03.10.

 


Im Klubhaus der Waggonbauer findet ein großes volkstümliches Chor- und Orchesterkonzert statt. Ausführende sind der Ammendorfer und Döllnitzer Männerchor sowie das Estradenorchester des Klubhauses der Gewerkschaften Halle. Letzteres wird geleitet von Aribert Scharf. Die Solisten des Konzertes sind Gerda Möller (Sopran) und Benno Schömann (Tenor).

Die Eintrittskarte kostet 1,50 Mark, Rentner zahlen 0,75 Mark.

 

 

 


12.-27.10.

 


An den Olympischen Spielen in Mexiko nimmt der Ammendorfer Kanute Klaus Heinroth, der seit 1965 für den SC DHfK Leipzig startet, teil. Mit seinem Partner Manfred Erhardt scheidet er im Vorlauf K2 500m aus.

               

 

 

 

 


Bau der Hedwigskapelle auf dem Grundstück Am Hohen Holz 20 (Katholischer Kindergarten).

Karl Kunitzsch (BSG Aktivist Halle Süd) wird vom Deutschen Kanu Sport Verband (DKSV) mit dem „Goldenem Paddel“ ausgezeichnet.

Die Ammendorferin Gerda Kupka gewinnt mit ihren Mannschaftskameradinnen Ursula Liebert, Eveline Nünchert, Jutta Zura und Rita Jäschke für die BSG Buna Halle die DDR Mannschaftsmeisterschaft im Schachspiel.

 

 


1969

 

 

 


Schneerekord 1969 / 1970 mit 115 Tagen geschlossene Schneedecke.

 

 

 


15.02.

 


In Döllnitz löst sich der Kaninchenzüchterverein „G58“ auf. 10 Mitglieder schließen sich dem Ammendorfer Verein „G6“ an.

 

 

 


24.06.

 


Nach starken Niederschlägen ist die Leninallee unter den Eisenbahnbrücken am Rosengarten überflutet. Die Freiwillige Feuerwehr Ammendorf muss das Wasser abpumpen.

 

 

 


06.08.

 


In der Hauptstraße muss ein Scheunenbrand gelöscht werden.

 

 

 


08.09.

 


Die Feuerwehr muss in der Gärtnerei Radicke, Hauptstraße 39, einen Stallbrand löschen. Zehn bis zwölf Zentner Stroh und Heu  im Werte von etwa 100,- Mark verbrannten. Brandursache: Ein 15jähriger Junge spielte mit Streichhölzern.

Wilhelm Teichmann tritt als Leiter des Ammendorfer Männerchores zurück. Chordirektor Herbert Schulze übernimmt die musikalische Leitung und führt den Chor bis Oktober 1975. Danach leitet Heinz Winkler den Ammendorfer Männerchor.

 

 

 


07.10.

 


In Anerkennung der Leistungen bei der Erfüllung der den Brandschutzorganen gestellten Aufgaben wird der Freiwilligen Feuerwehr Ammendorf die Leistungsstufe III zuerkannt.

 

 

 


31.10.

 


DDR-Meisterschaften im Billard:

Die Mannschaft von der BSG Motor Ammendorf und D. Hoche im Einzel werden DDR-Meister im Cadre 47/2.

 

 

 


15.11.

 


Der Organist und Kantor Kirchenmusikdirektor Rudolf Siebenbrodt feiert seinen 85.Geburtstag. Zwei Menschenalter lang diente er bis hierhin schon der evangelischen Ammendorfer Kirchengemeinde.

 

 

 

 

 


Anett Runde
 von der BSG Motor Ammendorf wird DDR-Jugendmeisterin im Judo (bis 65 kg).

 

             

 



1970

 

 

 


Im Ammendorfer Rathaus lässt sich der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) die Industriegewerkschaft (IG) Bergbau/Energie nieder.

 

 

 


23.07.

 


Die Feuerwehr muss einen Schuppenbrand „Zum Burgholz 8“ löschen.

 

 

 


02.05.

 


Die FFW Ammendorf muss in der Kurt-Wüsteneck-Straße einen brennenden Schuppen löschen.

 

 

 


12.05.

 


Im VEB Polyplast Regensburgerstr. muß ein Brand bekämpft werden. Durch den schnellen Einsatz der FFW Ammendorf kann größerer Schaden verhindert werden.

Die Sportsfreundin Runde (BSG Motor Ammendorf) wird DDR-Judo-Jugendmeisterin.

 

 

 


25.08.

 


In der Mastix-Anlage des VEB Waggonbau Ammendorf kommt es zu einem Motorbrand (Werk I unmittelbar hinter dem Straßenbahndepot Ammendorf). Durch den schnellen Einsatz der FFW Ammendorf ist der Brand in 40 Minuten gelöscht.

 

 

 

 

 


Im Verlaufe des Jahres bilden die Ammendorfer Landwirte

  • Herbert Richter aus Radewell,
  • Werner Hauser aus der Burg,
  • Hans Naumann aus Planena und
  • Siegwart Pflock aus der Elsterstraße

eine „Private Bauerngemeinschaft“ weil sie sich keiner LPG und auch nicht dem VEG anschließen wollen.

(LPG-Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft; VEG Volkseigenes Gut ).

 

Im Verlaufe des Jahres wurde mit dem Aufbau der Berufsschule des VEG Halle, Betriebsteil Beesen,  begonnen. Erster Direktor ist Herr Rockmann. Es werden u.a. das Schulgebäude, Internate, Ställe, Garagen, Werkstätten und ein Speisesaal an der Brühlstr. errichtet.

Ausgebildet werden: Rinder-, Schweine –und Geflügelzüchter, Schäfer, Agronomen und Obstbauern. Die Ausbildung erfolgt mit bzw. ohne Abitur. Absolventen der Ausbildung mit Abitur werden anschließend an die Berufsausbildung Studienplätze vermittelt.

Der Speisesaal, der für eine Größe von 200 Besuchern errichtet wurde stand allen Beesenern zur Nutzung offen. Die Berufsschule entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem kulturellen Zentrum in Beesen.

 

 


1971

 


17.04.

 


Im VEB Chemie Kombinat Bitterfeld Betriebsteil Ammendorf (ehemals Chemische Fabrik Jakob) in der Alfred-Reinhardt-Straße muss ein Brand bekämpft werden.

 

 

 


10.05.

 


Die Familien Hennig beziehen ihren Neubau im Igelweg 4 und 2.

 

 

 

               
20.05.

 


Der Kaninchenzüchterverein „G6“ feiert sein 60-jähriges Bestehen.

 

 

 


15.07.

 


Die Familie Heinrich Kopp bezieht ihren Neubau Alfred-Reinhardt-Str. 8b, jetzt Alfred-Reinhardt-Str. 22.

 

 

 


17.07.

 


Der Sportplatz an der Steinstraße kann nach der Generalüberholung von den Sportlern der BSG Motor Ammendorf wieder genutzt werden.

 

 

 


01.10.

 


In der Malderitzstraße brennt ein Schuppen durch den schnellen Einsatz der FFW Ammendorf ist das Feuer schnell gelöscht.

 

 

 


18.10.

 


Beginn der Umstellung aller Straßenbahnlinien auf den Einsatz von Tatra- Bahnen Die Linie Trotha- Leuna ist mit den neuen Zügen ausgerüstet.

Dieter Hoche wird erneut DDR-Meister im Billard - Freie Partie -. Anett Runde wird DDR-Jugendmeisterin im Judo die Sportsfreundin Friedrich in der Klasse bis 62,5 kg. Alle drei Sportler sind Mitglied der BSG Motor Ammendorf.

 

 

 


03.12.

 


Ab heute laufen die Vorführungen im Steintor-Varietè mit dem Titel „Sandmännchens Weihnachtsgruß oder des Hasen Hoppel-Poppels wundersame Reise“. Aufgeschrieben von Greti Emmer und unter Mitwirkung von Gabi Täscher; Greti Emmer; Werner Wiebach; Bobby Bölke; Rolf Peter; Ariela; Die Greenways und dem Kinderballett des VE BKK Geiseltal Betriebsteil Ammendorf.

 

 

     

Peter Gorny aus Radewell (geb. 20.04.1941) wird zusammen mit Werner Klatt Ruder-Weltmeister im 2er ohne Steuermann (ASK Vorwärts Rostock). Bereits seit 1962 nimmt er erfolgreich an vielen Wettkämpfen teil, wird gemeinsam mit Günter Bergau und Karl-Heinz Danielowski bis 1967 fünf Mal DDR-Meister. Im Vierer mit Steuermann ist er 1965 mit Günter Roock und Jochen Mietzner Meister, im Vierer ohne Steuermann 1969 mit Werner Klatt, Karl-Heinz Prudöhl und Bernd Meerbach.

International gewannen Bergau, Gorny und Danielowski den Europameistertitel im Zweier mit Steuermann 1964 in Amsterdam. Bergau und Gorny erreichten 1967 in Vichy im Zweier ohne Steuermann den zweiten Platz hinter den US-Amerikanern Hough und Johnson. Den zweiten Europameistertitel gewann Gorny 1971 zusammen mit Werner Klatt im Zweier ohne Steuermann, nachdem die beiden im Jahr zuvor in St. Catherines Weltmeister geworden waren. 1964 in Tokio und 1968 in Mexiko-Stadt nahm er an den Olympischen Spielen teil.

 


1972

 


08.-14.03.

 


Im VEB Waggonbau Ammendorf werden die III. Betriebsfestspiele begangen.

Fritz Schillke übernimmt vom Freund Hartmann die Funktion des Vorsitzenden des Ausschusses der Nationalen Front (WBA) der Heimstättensiedlung. Damit erhält das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Siedlung einen bis dahin nicht gekannten Aufschwung. Es gelingt Fritz Schillke  in kurzer Zeit einen aus bis zu 40 aktiven Personen starken Ausschuss aufzubauen und die Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Organisationen und Parteien zu pflegen.

 

 

 


17.04.

 


Das Stadion der Waggonbauer wird generalüberholt.

 

 

 


18.05.

 


Im VEB Chemische Werke Ammendorf beginnt die Produktion des Fußbodenbelages Amolit.

 

 

 


29.06.

 


Im VEB Plastwerk Ammendorf kommt es zu einem Generatorbrand der durch die FFW Ammendorf schnell gelöscht werden kann.

 

 

 


August

 


Auf dem Acker des Vereinigten Gutes Beesen, östlich der Leninallee, beginnen die Arbeiten zum Aufbau der geplanten Industriewäscherei.

 

 

 


03.09.

 


Internationaler Orientierungslauf um den Pokal der Messestädte Europas in Leipzig/Dahlen. In der Startklasse D 30 erkämpft in 1:08:51 Renate Schrei (BSG Motor Ammendorf) den 2. Platz.

 

 

 


September

 


Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) werden von den Siedlern die Bortsteine im Fasanenweg und des oberen Leunaweges angehoben. Vom Straßen-Brücken-Tiefbaukombinat Halle erhalten die Wege einen Bitumenbelag. Von den Siedlern werden anschließend, die von der Stadt zur Verfügung gestellten Gehwegplatten verlegt.

 

 

 


30.09.

 


Die Orientierungslauf-Frauenstaffel der BSG Motor Ammendorf  (Thiele, Kunze, Schrei) erringt den DDR-Meistertitel bei den XVII. Meisterschaften der DDR in Cottbus. Im Einzellauf  belegt Renate Schrei in 0:52:58 in der Klasse D30 den ersten Platz. Dieter Hoche wird DDR-Meister im Cadre 47/2 und Dreiband. Im Judo erringt Anett Runde den DDR-Jugendmeistertitel für die BSG Motor-Ammendorf.

 

 

 


11.12.

 


Die SED-Wohnparteiorganisation der Heimstättensiedlung lädt die im Wohngebiet ansässigen Parteimitglieder zu einem gemütlichen Zusammensein ein. Am Ende des Jahres werden vom Sekretär der WPO Erich Graupner die erreichten Ergebnisse gewürdigt und die bevorstehenden Aufgaben erläutert. Danach wird das Tanzbein geschwungen.

 

 


1973

 


06.01.

 


Die Mitglieder des Kaninchenzüchtervereins G6 Ammendorf besuchen die 16. DDR-Siegerschau in Leipzig.

 

 

 


23.03.

 


Die Hochschule für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft Bernburg/S. erteilt Dr. Werner Conrad  das Recht zur Führung der Berufsbezeichnung „Fachökonom für Sozialistische Betriebswirtschaft in der Landwirtschaft“.

Anbringung einer Marienplastik am Haupteingang der katholischen Kirche St. Marien in der Alfred-Reinhardt-Str.

 

 

 


02.06.

 


Der Kaninchenzüchterverein G6 Ammendorf führt die 1. Stallschau durch. Im Juni zieht die Familie Nobel in ihr Grundstück Alfred-Reinhardt-Str. 8. Die Bewirtschaftung des Kulturhauses wird von ihr weiter geführt.

 

 

 


10.07.

 


Die Zeitung „Freiheit“ schreibt:

„Günstiger für Kraftfahrer, Straßenbahn und Fußgänger. Bericht über die Bauvorhaben an der Ammendorfer Ortsdurchfahrt. Am 01.07.1973 war Baubeginn am ersten der fünf Bauabschnitte“.

 

 

 


01.08.

 


Die BSG Motor Ammendorf kann ihren Keglern die seit 1956 genutzte Kegelbahn als Vierbahnobjekt übergeben.

Die gebürtige Ammendorferin Beate Jahn (SC Chemie Halle) erringt bei den DDR-Jugendmeisterschaften  im Kunstspringen die Silbermedaille.

 

 

 


01.09.

 


Walter Sommer übernimmt von Erich Graupner die Funktion des Sekretärs der SED-Wohnparteiorganisation der Heimstättensiedlung.

Die BSG Motor Ammendorf bildet erneut die Sektion Boxen.

 

 

 


15.09.

 


Im Klubhaus des VEB Waggonbau Ammendorf findet die 2. Bezirks-Luftpost-Ausstellung des Philatelistenverbandes im Kulturbund der DDR - Bezirksarbeitskreis Luftpost Halle – statt.

 

 

 


24.11.

 


Umwandlung der Einsatzzüge der Straßenbahn Frohe Zukunft-Schkopau in die Berufsverkehrslinie 10.

 

 

 


01.12.

 


Heute beginnen die Vorführungen der Weihnachtsrevue für die Kinder im Steintor-Varietè die täglich bis zum 23.12. laufen. Das Motto der Veranstaltungen lautet: „Hoppel-Poppel und die Weihnachtsfeier“. Idee, Buch und Regie: Greti Emmer. Mitwirkende u.a. das Kinderballett des VE BKK Geiseltal Betriebsteil Ammendorf. Choreografie und Einstudierung Greti Emmer.

 

 

 


14./15.12.

 


Kaninchenausstellung des Kaninchenzüchtervereins „G 6 Ammendorf“ im Kulturhaus des Dachpappenwerkes Halle-Ammendorf in der „Hohen Straße“. Der Ausstellungsleiter ist Herr Dr. Werner Conrad.

Im Billard wird Dieter Hoche erneut DDR-Meister im Cadre 47/2 sowie im Dreiband.

Karl Otto Werner Binnewies wird Pfarrer in der St. Wenzel Kirche Radewell.

Karl Kunitzsch BSG Aktivist Halle-Süd wird vom Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet.

 

 

 

 

 


Im Verlaufe des Jahres stellte das VE BKK Geiseltal (Nachfolgebetrieb des VEB BKW Ammendorf) die Rohkohlengewinnung im Tagebau Lochau ein. Damit wurden rund 106 Mio. Tonnen Braunkohle nicht mehr abgebaut.

 

 


1974

 


28.03.

 


Die 1950 errichtete Straßenbahnwendeschleife Ammendorf/Edison-Str. wird stillgelegt.

 

 

 

               
05.04.

 


Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnwendeschleife Ammendorf/Regensburger-Str.

 

 

 


17.04.

 


DDR-Meisterschaft im Billard:

Die 1. Männermannschaft erkämpft den DDR-Meistertitel im Cadre 47/2. Dieter Hoche wird außerdem Doppelmeister im Cadre 47/2 und im Dreiband.

Nach erfolgter Generalüberholung kann das „Stadion der Waggonbauer“ wieder genutzt werden.

 

 

 


September

 


Der Pfarrer Steffen Mezger übernimmt die evang. St. Elisabeth Kirchengemeinde in Beesen.

 

 

 


24.09.

 


Die Zeitung „Freiheit“ schreibt:

„Ammendorfer bauen sich ein „Faß“. Eine originelle gastronomische Einrichtung für das Wohngebiet wird errichtet.“

 

Die Ammendorferin Beate Jahn ( SC Chemie Halle ) erringt bei den DDR-Jugendmeisterschaften im Kunst- und Turmspringen jeweils die Goldmedaille.

 

 

 


04.10.

 


Grundsteinlegung für die Wohnstadt Halle-Silberhöhe.

 

 


07.10.

 


Anlässlich des 25. Jahrestages der Gründung der DDR wird nach umfangreichen Baumaßnahmen die Ortsdurchfahrt Ammendorf dem Verkehr übergeben. Im Rahmen dieser baulichen Veränderungen sind u.a. verschwunden das

  • Volkshaus (früher Goldener Adler),
  • die Gaststätte Zum Elstertal,
  • das Geschäft Landmann,
  • die Eisdiele,
  • der Bäcker Bullert,
  • der Fleischer Pallmann,
  • die Retirate,
  • mehrere Gebäude auf dem Schulberg und
  • der legendäre Treffpunkt der Ammendorfer, „das Ei“.

Die neu erbaute Industriewäscherei an der Leninallee nimmt mit der ersten Waschstraße den Betrieb auf.

 

 

 


18.10.

 


Die Gaststätte „Zum Fass“ wird der Bevölkerung zur Nutzung übergeben.

 

 

 


01.12.

 


Im Klubhaus der Waggonbauer fand ein Chor- und Orchesterkonzert statt. Im ersten

Teil kamen Opern-Arien und Volkslieder zum Vortrag. Der zweite Teil des Konzertes war dem Walzer und der Operette gewidmet. Ausführende waren der „Ammendorfer Männerchor“ unter der Leitung von Chordirektor Herbert Schulze sowie das Estradenorchester des Klubhauses der Gewerkschaften, das von Aribert Scharf dirigiert wurde. Gesangssolistin war Bärbel Walsch (Sopran). Die verbindenden Worte sprach Traudel Kamlo. Der Eintrittspreis betrug 2 Mark. Rentner zahlten die Hälfte.

 

 

 


Dezember

 


Die Familie Nobel gibt die Bewirtschaftung des Kulturhauses Alfred-Reinhardt-Str. auf. Die Gaststätte wird kurze Zeit von Herrn Möller geleitet bis sie von der Familie Langer übernommen wird.